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Entwicklung der Geldmenge M3

Eine der im Zusammenhang mit der Inflation immer wieder genannten Größen ist die Geldmenge M3. Sie wird von der EZB ermittelt und gilt als Indikator für deren geldpolitische Operationen. Die Geldmenge M3 wird dabei wie folgt definiert:

   Bargeldumlauf (Münzen + Banknoten) ohne Kassenbestände der Kreditinstitute

+ Sichteinlagen

+ Spareinlagen mit dreimonatiger Kündigungsfrist (beispielsweise Sparbücher)

+ Termineinlagen

+ Geldmarktfonds

+ Geldmarktpapiere

+ Anleihen mit bis zu zwei Jahren Laufzeit

= Geldmenge M3

Ihre Höhe wird monatlich durch die EZB ermittelt, indem diese die durchschnittlichen Bestände der oben genannten Geldwerte ermittelt.

Für die Geldmenge M3 gibt es einen ebenfalls durch die EZB festgelegten Referenzwert, welcher signalisiert, wie es um die Liquidität von Kreditinstituten und Privathaushalten bestellt ist. Dieser Referenzwert liegt derzeit bei 4,5 Prozent.

Ein Überschreiten dieses Referenzwertes signalisiert eine übermäßig hohe Ausstattung der Kreditinstitute und Privathaushalte mit Liquidität und die damit verbundene Gefahr einer steigenden Inflation (für die Zusammenhänge zwischen Liquidität und Teuerungsrate siehe unserer Statistik zur Inflation). Allgemein müsste dann der Leitzins erhöht werden, um das Wachstum der Geldmenge M3 und die damit einhergehende Inflation einzudämmen.

Die monatliche Entwicklung der Geldmenge M3 zeigt die nachfolgende Statistik auf:

Geldmenge M3 - Entwicklung und Veränderung zum Vorjahr in Prozent

Quelle: Deutsche Bundesbank

Wachstum der Geldmenge M3 im Vergleich zum Vorjahr (Monatsdaten):

Monat Veränderung in Prozent
5,50%
4,83%
4,29%
5,65%
5,90%
5,64%
5,49%
4,63%
4,55%
4,81%
3,92%
4,44%
5,45%
5,39%
5,72%
5,60%
5,08%
5,26%
6,22%
7,33%
7,66%
8,40%
8,55%
9,66%
10,20%
10,48%
11,04%
10,39%
10,92%

 

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