Rahmenkredit (Abrufkredite) als Alternative zum Dispokredit

Als zinsgünstige Alternative zu einem normalen Dispokredit bietet sich ein so genannter Abrufkredit oder Rahmenkredit an. Bei diesem bekommt der Kunde einen bestimmten Kreditrahmen zeitlich unbeschränkt zur Verfügung gestellt, den er wie einen Dispositionskredit nach Bedarf nutzen kann. Die vereinbarten Kreditzinsen werden dabei immer nur auf den in Anspruch genommenen Kredit gezahlt.

Im Unterschied zum Dispositionskredit beim Girokonto muss bei einem Abrufkredit oder Rahmenkredit monatlich ein bestimmter Mindestbetrag (entweder absolut oder als Prozentsatz vom in Anspruch genommenen Darlehen) zurückgezahlt werden. Dem Kunden ist es dafür aber auch freigestellt, den Kredit jederzeit teilweise oder auch vollständig zu tilgen.

Eine Übersicht ausgewählter Anbieter solcher Rahmenkredite finden interessierte Leser in unserem nachfolgenden Vergleich:

Rahmenkredit-Vergleich

Testsieger und Empfehlungen der Redaktion
*Mindestangaben sowie ein repräsentatives Beispiel gemäß der EU-Verbraucherkreditrichtlinie werden unter 'Produktdetails' dargestellt und finden sich zudem direkt beim Kreditanbieter. Mindestens zwei Drittel der Kunden erhalten den im Beispiel angegebenen effektiven Jahreszins oder einen günstigeren Zins. Individuelle Berechnungen können vom repräsentativen Beispiel abweichen, da der effektive Jahreszins oft von individuellen Faktoren abhängig ist. 'K.A.' = Keine Angaben, bedeutet: der Redaktion stehen diese Informationen derzeit nicht zur Verfügung.

Stand: 24.09.2017 - Alle Angaben ohne Gewähr. Die Informationen wurden nach bestem Wissen und Gewissen recherchiert.

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Repr. Beispiel nach §6a PAngV: Nettodarlehensbetrag: 8000 €; Laufzeit: unbegrenzt Monate; effektiver Jahreszins: 2.99 %; Gebundener Sollzins: 2.95 %
  • Allgemeine Informationen

    • Effektiver Jahreszins: ab 2.99 % bis 7.21 %
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    • Nettodarlehensbetrag: 8000 €
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    • Effektiver Jahreszins: 2.99 %
    • Gebundener Sollzins: 2.95 %
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weitere attraktive Rahmenkredite (Abrufkredite)

Oyak Anker Bank OYAK MeinRahmenKredit

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Verfügungsrahmen
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Zinszahlung monatlich

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Repr. Beispiel nach §6a PAngV: Nettodarlehensbetrag: 10000 €; Laufzeit: 48 Monate; effektiver Jahreszins: 3.89 %; Gebundener Sollzins: 3.83 %
  • Allgemeine Informationen

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  • Repräsentatives Beispiel gem. §6a PAngV*

    • Nettodarlehensbetrag: 10000 €
    • Laufzeit: 48 Jahre
    • Effektiver Jahreszins: 3.89 %
    • Gebundener Sollzins: 3.83 %
    • Bearbeitungsgebühr: 0 €

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ING-DiBa Rahmenkredit

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ab 5,99 %
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Verfügungsrahmen
ab 2500 bis 25000 €
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Repr. Beispiel nach §6a PAngV: Nettodarlehensbetrag: 5000 €; Laufzeit: 12 Monate; effektiver Jahreszins: 6.25 %; Gebundener Sollzins: 6.08 %
  • Allgemeine Informationen

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    • Hinweis: günstiger Zins Bestandskunden !
  • Repräsentatives Beispiel gem. §6a PAngV*

    • Nettodarlehensbetrag: 5000 €
    • Laufzeit: 12 Jahre
    • Effektiver Jahreszins: 6.25 %
    • Gebundener Sollzins: 6.08 %
    • Bearbeitungsgebühr: 0 €

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Interessant ist dabei, dass auch Selbständige einen solchen Rahmenkredit eingeräumt bekommen können, wie es zum Beispiel bei der Volkswagen Bank der Fall ist. Zwar sind die Mindestkreditsummen der oben vorgestellten Kleinkredite als Alternative zum Dispokredit sehr verschieden, da jedoch nur auf den in Anspruch genommenen Kreditbetrag Zinsen berechnet werden, sollte dies kein Auswahlkriterium darstellen. Wichtiger ist dabei schon die Frage, welchen Mindestbetrag der Kunde jeden Monat zurückzahlen muss. Bei der ING-DiBa sind das zum Beispiel nur die leufenden Kreditzinsen, während bei der Volkswagen Bank monatlich mindestens 2 Prozent der noch offenen Kreditsumme, mindestens jedoch 50 Euro, zurückgezahlt werden müssen. Schaut man sich den Jahreszins an, dann ist ein solcher Abrufkredit oftmals um einiges günstiger, als der Dispokredit beim Girokonto.

Dispo oder Rahmenkredit?

Fast jeder Bankkunde verfügt im Rahmen eines Girokontos auch über einen Dispokredit. Der Vorteil dieser Darlehensvariante besteht darin, dass er innerhalb eines von der Bank vorgegebenen Rahmens auch Kontoverfügungen vornehmen darf, wenn kein Guthaben mehr auf dem Konto vorhanden ist. Gerade zum Ende des Monats oder in der Vorweihnachtszeit erlangt der Dispo immer wieder gesteigerte Popularität. Der Rahmenkredit als Alternative wird häufig unterschätzt.

Der Dispo – Vor- und Nachteile

Für den Dispositionskredit besteht kein expliziter Kreditvertrag. Die Bank räumt ihn auf der Basis der durchschnittlichen monatlichen Geldeingänge ein. In der Regel beträgt der Dispo das zwei- bis dreifache des Monatsnettoeinkommens. Üblicherweise werden für einen Dispo weder Sicherheiten gestellt noch gibt es eine Rückzahlungsvereinbarung.

Gehen die Verfügungen über den eingeräumten Dispositionskredit hinaus, greift der Terminus “Überziehungskredit”. Dieser kann von der Bank geduldet werden, muss aber nicht. Es ist nicht unüblich, dass Banken nach einer gewissen Frist von ihrem Kunden die Rückführung der Überziehung auf den vereinbarten Kreditrahmen innerhalb von zehn Tagen einfordern.

Verändert sich die Bonität des Kunden nachteilig, hat das Kreditinstitut das Recht, den Verfügungsrahmen innerhalb einer „angemessenen Frist“ herabzusetzen oder zu kündigen.

Die Kosten beim Dispo

Dispokredite stehen immer wieder in der Kritik der Politik und der Verbraucherschützer. Zinsen in Höhe von zwölf oder 14 Prozent für den Dispo, 16 Prozent für die ungenehmigte Überziehung sind keine Seltenheit. Laut einer Studie des Bundeswirtschaftsministeriums wäre ein Zinssatz von zehn Prozent für die Geldhäuser betriebswirtschaftlich absolut vertretbar.

Die Banken argumentieren auf der Grundlage, dass der Zins das Risiko einpreist. Zum einen fehlt die Besicherung bei diesem Darlehen, zum anderen haben Dispokredite Auswirkungen auf die Mindestreservehaltung bei der Bundesbank.

Nicht ganz von der Hand zuweisen ist aber auch der Ertrag, den eine Bank mit einem Dispokredit ohne zusätzliche Personalkosten generieren kann. Erträge jenseits der Schwelle von zehn Prozent sind und bleiben attraktiv.

Der Rahmenkredit

Ein Rahmenkredit unterscheidet sich in einigen Punkten von einem Dispo, auch wenn das Grundprinzip das Gleiche ist. Beiden Darlehensvarianten ist gemein, dass, im Gegensatz zum Ratenkredit, kein fester Zeitraum besteht. Der Ratenkredit wird zeitlich unlimitiert vereinbart.

Der Kunde erhält auf einem speziellen Kreditkonto einen Kreditrahmen eingeräumt. Dieser bewegt sich in den meisten Fällen in einer Bandbreite zwischen 2.500 Euro und 25.000 Euro. Bei Bedarf ruft er den benötigten Betrag ab. Analog zu einem Dispokredit zahlt er nur auf den in Anspruch genommenen Kreditbetrag die Zinsen.

Diese, und das ist der wesentliche Unterschied zum Dispo, fallen deutlich günstiger aus. Pauschal formuliert, betragen sie im Mittel die Hälfte. Die Zinsen sind, im Gegensatz zu einem Ratenkredit, nicht festgeschrieben, sondern orientieren sich am Kapitalmarktzins. Stand Januar 2017 lag der Zinssatz des günstigsten Anbieters bei 2,95 Prozent p.a., der des teuersten Anbieters bei 6,75 Prozent pro Jahr. Selbst bei Direktbanken beträgt der Dispozins durchaus mehr als zehn Prozent.

Die Besicherung des Rahmenkredites kann durch eine Gehaltsabtretung oder andere Sicherheiten erfolgen. Im Gegensatz zu einem Dispo besteht auch ein regulärer Kreditvertrag. Dieser regelt neben den anfänglichen Zinsen auch die Form der Rückzahlung. Rahmenkredite beinhalten eine monatliche Rückführung. Diese wird als Prozentsatz des genutzten Kreditrahmens definiert, schließt aber eine monatliche Mindestrate mit ein. Dabei steht es dem Kreditnehmer frei, auch über den Mindestsatz hinausgehende Tilgungen zu leisten.

Nur wenige Kreditinstitute bewerben aktiv ihre Rahmenkredite. Der Grund liegt auf der Hand. Die Margen fallen häufig deutlich niedriger aus, als bei einem Dispo, zumindest liegen sie darunter. Für einen Rahmenkredit besteht keine Notwendigkeit, bei dem Anbieter auch ein Girokonto zu unterhalten. Das Kreditkonto kann davon losgelöst geführt werden.

Fazit

Der Rahmenkredit stellt vor dem Hintergrund der deutlich niedrigeren Zinsen die attraktivere Alternative zum Dispo dar. Darüber hinaus bedeutet die Rückführungsvereinbarung auch, dass der Kreditnehmer seinen Sollsaldo monatlich immer wieder zurückführt und nicht kontinuierlich am oberen Limit verharrt.

Kosten senken mit einem Rahmenkredit

Bankkunden, die immer wieder auf zusätzliche Liquidität angewiesen sind, sollten sich die Zeit nehmen und die Angebote für Rahmenkredite einmal mit dem eigenen Dispo vergleichen. Das Einsparpotenzial fällt enorm aus.


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