Rürup Rente - Basisrente
Die Rürup Rente, auch als Basisrente bezeichnet, wird neben der Riester Rente vor allem als Möglichkeit der steuerlich geförderten Altersvorsorge für Besserverdienende und Selbständige beworben. Diese steuerliche Förderung kommt daher, dass ein Großteil aller Einzahlungen in einen Rürup Vertrag vom Verbraucher im Zuge seiner Einkommenssteuererklärung als Sonderausgaben abgesetzt werden kann. Durch diese „Steuervorteile“ lohnt sich eine Rürup Rente vor allem für Personen mit hohem Grenzsteuersatz wie eben Selbständige, wobei sie für Selbständige und Unternehmer die einzige Möglichkeit darstellt, den Staat an der eigenen Altersvorsorge zu beteiligen. Im Gegenzug für die steuerliche Absetzbarkeit der Beiträge zur Basisrente müssen die späteren Rentenzahlungen versteuert werden, zuerst nur ein Teil und bis 2040 dann sukzessive alle Auszahlungen. Eine Übersicht über Absetzbarkeit und zu versteuernde Auszahlungen gibt dem Leser die nachfolgende Tabelle:
Rürup Rente Absetzbarkeit und steuerpflichtiger Anteil
| Jahr | steuerlich abesetzbarer Anteil aller Einzahlungen |
maximal absetzbare Einzahlungen pro Jahr |
Zu versteuernder Anteil aller Auszahlungen |
| 2005 | 60% | 20.000 Euro | 50% |
| 2006 | 62% | 20.000 Euro | 52% |
| 2007 | 64% | 20.000 Euro | 54% |
| 2008 | 66% | 20.000 Euro | 56% |
| 2009 | 68% | 20.000 Euro | 58% |
| 2010 | 70% | 20.000 Euro | 60% |
| 2011 | 72% | 20.000 Euro | 62% |
| 2012 | 74% | 20.000 Euro | 64% |
| 2013 | 76% | 20.000 Euro | 66% |
| 2014 | 78% | 20.000 Euro | 68% |
| 2015 | 80% | 20.000 Euro | 70% |
| 2016 | 82% | 20.000 Euro | 72% |
| 2017 | 84% | 20.000 Euro | 74% |
| 2018 | 86% | 20.000 Euro | 76% |
| 2019 | 88% | 20.000 Euro | 78% |
| 2020 | 90% | 20.000 Euro | 80% |
| 2021 | 92% | 20.000 Euro | 81% |
| 2022 | 94% | 20.000 Euro | 82% |
| 2023 | 96% | 20.000 Euro | 83% |
| 2024 | 98% | 20.000 Euro | 84% |
| 2025 | 100% | 20.000 Euro | 85% |
| 2026 | 100% | 20.000 Euro | 86% |
| 2027 | 100% | 20.000 Euro | 87% |
| 2028 | 100% | 20.000 Euro | 88% |
| 2029 | 100% | 20.000 Euro | 89% |
| 2030 | 100% | 20.000 Euro | 90% |
| 2031 | 100% | 20.000 Euro | 91% |
| 2032 | 100% | 20.000 Euro | 92% |
| 2033 | 100% | 20.000 Euro | 93% |
| 2034 | 100% | 20.000 Euro | 94% |
| 2035 | 100% | 20.000 Euro | 95% |
| 2036 | 100% | 20.000 Euro | 96% |
| 2037 | 100% | 20.000 Euro | 97% |
| 2038 | 100% | 20.000 Euro | 98% |
| 2039 | 100% | 20.000 Euro | 99% |
| 2040 | 100% | 20.000 Euro | 100% |
Wichtig für den Anleger ist es, über die Versteuerung der späteren Rentenzahlungen Bescheid zu wissen. Wie aus der obigen Tabelle ersichtlich ist, steigt der zu versteuernde Anteil der aus einem Rürup Vertrag bezogenen Rente von 54 Prozent im Jahr 2007 auf volle 100 Prozent ab 2040. Bei einem hohen Grenzsteuersatz, wie er selbst im Alter für viele Selbständige noch typisch ist, fressen die Steuern dann einen Teil des über die Steuerrückerstattungen erworbenen Vorteils wieder auf. Aus diesem Grund sollten vor allem Verbraucher mit hohem Steuersatz genau prüfen, ob Sie sich für eine Rürup Rente oder doch lieber einen langfristigen Fondssparplan entscheiden. Bei dieser Entscheidung kann ein Rürup Vergleich durchaus lohnend sein, wie sie ihn nachfolgend kostenlos durchführen lassen können. Über die steuerliche Betrachtung hinaus sollten Verbraucher folgende Fakten zur Rürup Rente wissen:
- Auf das eingezahlte Kapital kann frühestens ab dem 60. Lebensjahr zugegriffen werden
- Das in eine Rürup Rente eingezahlte Kapital ist nicht beleihbar und auch nicht vererbbar
- Im Falle des Nichterlebens der Auszahlung ist die Witwenversorgung mit maximal 900 Euro pro Monat sehr gering.
- Derzeit werden bei allen Verträgen Auszahlungszeiträume von 30 Jahren zugrunde gelegt. Hier ist aber die zunehmende Langlebigkeit zu beachten, was die Garantie der Rentenzahlungen auch nach dem Ablauf der 30-jährigen Auszahlungszeit zu einem wichtigen Thema macht.
- Durch die Staffelung der Versteuerung der Auszahlungen aus einer Basisrente, wie sie in oben aufgeführter Tabelle ersichtlich ist, bringt ein solcher Vertrag älteren Versicherungsnehmern eine höhere Rendite als jüngeren Personen. Ein Paradoxon, da genau diese jüngere Generation von weiteren Kürzungen der staatlichen Rentenzahlungen betroffen sein wird und besonders viel für die private Altersvorsorge tun muss.
