Steuerzahler bluten für das Missmanagement der IKB stärker als gedacht

Montag den 2.06.2008 - Abgelegt unter: News - Keine Kommentare »

Wie der heutigen Ausgabe des „Handelsblatt“ zu entnehmen war, hat die Bundesregierung im Sommer des vergangenen Jahres rund 500 Millionen Euro Steuergelder als zusätzliche Finanzspritze an die IBK überwiesen. Interessant ist, dass die gewählten Volksvertreter es bis heute nicht für nötig erachtet haben, Sie – den Steuerzahler – über diese Transaktion zu informieren.

Laut dem Bericht des „Handelsblatt“ hat auch unser amtierender Finanzminister, Peer Steinbrück, der in der Öffentlichkeit nur allzu gerne Steuerehrlichkeit predigt, diese Finanzspritze bislang nicht erwähnt.

Hier stellt sich mir die Frage, inwieweit man einem Politiker wie Herrn Steinbrück überhaupt noch trauen kann, wenn er Wasser predigt und stattdessen Wein trinkt. Diese Verhaltensweise scheint in unserer Regierung allerdings leider an der Tagesordnung zu sein.

Betreffs der Finanzspritzen an die IKB kommen nun also zu den bereits gemeldeten 1,2 Mrd. Euro die heimlich transferierten 500 Mio. Euro dazu. Macht zusammen knapp 1,7 Mrd. Euro, mit denen der ehrliche Steuerzahler für die Unfähigkeit des Geldhauses gerade stehen muss und das, ohne gefragt zu werden.

Auch hier scheint das alte Gesetz zu gelten, dass eine Krähe der anderen kein Auge aushackt und so werden die alten Vorstände der IKB einfach hinwegkomplimentiert, anstatt sie mit ihrem Vermögen für ihre Unfähigkeit zur Rechenschaft zu ziehen und den Schaden, den Sie mit ihrem fehlenden Risikomanagement angerichtet haben, wenigstens teilweise ausbaden zu lassen (wir berichteten im Blog von http://www.online-kredite.com bereits mehrfach darüber).

Die einzige Lehre, die der Steuerzahler daraus ziehen kann: er ist immer der Dumme und der Zahlmann der Nation, denn wenn es staatlich kontrollierten Unternehmen schlecht geht, wird sich mit schönster Regelmäßigkeit aus Steuermitteln bedient.

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