Der Verkauf der Citibank soll nun doch kommen

Dienstag den 20.05.2008 - Abgelegt unter: Wirtschaft - Keine Kommentare »

Die Citigroup, der Finanzkonzern in den USA, zu der die Citibank gehört, hat sich nun zum ersten Mal zu den schon eine ganze Weile in aller Welt grassierenden Gerüchten über einen möglichen Verkauf der Citibank geäußert. Dieser soll nun laut Aussagen des Konzerns geprüft werden. Bereits im April gab es einige Spekulationen darüber, dass die Deutsche Bank Anteile der Citibank aufkaufen könnte. Nun wird es also öffentlich gemacht, dass die Citigroup durchaus Interesse an einem Verkauf der Citibank hat. Im Gegensatz dazu soll das Investmentbanking jedoch in der Hand des US-Finanzkonzerns verbleiben und wird wohl nicht verkauft werden.

Ein Sprecher der Citibank sagte dazu am Freitag der vergangenen Woche: “Im Zuge des weltweiten Konzernumbaus der Citigroup sondieren wir auch verschiedene Optionen für das Privatkundengeschäft in Deutschland”. Das waren die ersten Worte überhaupt, die seitens der Citigroup, bei welcher nach den massiven Abschreibungen der letzten Quartale ausländische Investoren bereits in Größenordnungen eingestiegen sind, wie man auf „Chinesen kaufen sich mit neun Milliarden Dollar bei Citigroup ein“ nachlesen kann, zu den ganzen Gerüchten zu hören waren, welche seit Monaten durch die Presse gingen.

Die Citibank, die ihren Sitz in Düsseldorf hat, wird auch als „das Herzstück“ der Citigroup in Europa bezeichnet. Mit ihren 6.800 Mitarbeitern betreut sie etwa 3,2 Millionen Kunden im Privatkundenbereich und ist bei den Verbrauchern sowohl für günstige Kredite (wie unser Vergleich auf http://www.online-kredite.com zeigt) als auch Girokonten, Depots, Festgeld und Kreditkarten bekannt. Nun kann natürlich durch die Worte des Citibank-Sprechers von letztem Freitag munter weiterspekuliert werden, jedoch glaubt zumindest in den informierteren Finanzkreisen niemand so recht, dass es zu einem Zukauf für die Citibank kommen wird. Auch wird kein Verbleiben der Citibank in der Citigroup erwartet. Was aber wohl am wahrscheinlichsten ist: Dass das Investmentbanking in den Händen der Citigroup verbleibt, denn dieses hat auch in räumlicher Sicht einen anderen Standort und befindet sich in Frankfurt.

Nun wurde wohl damit ein weiterer Verkauf einer deutschen Bank angekündigt. Es scheint seit Monaten nur noch ein einziges Durcheinander zu herrschen auf dem Finanzmarkt auch hinsichtlich der Banken, die im Geschäft für Massenkunden tätig sind. So steht unter anderem die Postbank zum Verkauf, die den meisten Besuchern unseres Portals durch ihren Postbank Privatkredit bekannt sein dürfte. Ob nur teilweise oder gar ganz – das ist immer noch nicht endgültig geklärt. Ihr Interesse an der Citibank haben die Deutsche Bank und die Commerzbank bereits gezeigt.

Beide Institute wollen übrigens auch nur zu gerne die Postbank übernehmen, stehen hierbei jedoch in der Konkurrenz zur Allianz, die mit der bis vor kurzem noch erfolgreichen Postbank ihre angeschlagene Tochterbank, die Dresdner Bank, retten wollte. Diese sollte nun eigentlich umgebaut und aufgeteilt werden, wie aus einem Bereich der „Welt Online“ von heute hervorgeht, doch es wird anscheinend alles immer komplizierter zu werden. Der Verkauf soll nun langsam vorbereitet werden und damit sind zum jetzigen Stand drei Banken mit großem Privatkundengeschäft wohl bald frei zum Verkauf an den Meistbietenden.

Es wird also vielleicht zu überraschenden Käufern kommen, denn ob die Deutsche Bank oder die Commerzbank das Kapital haben, beide Banken gleichzeitig zu übernehmen, scheint fraglich zu sein. Vor allem würde hier das Bundeskartellamt möglicherweise auch noch ein Wörtchen mitzusprechen haben. Und was mit der Dresdner Bank passieren wird (im Netz kursiert ja schon die Frage „Wird aus der Dresdner Bank die Allianzbank?“, wird auch noch sehr interessant werden.

Es liegen Vermutungen nahe, dass die Allianz die Postbank nach den schlechten Zahlen der letzten Monate nun doch nicht wird übernehmen wollen. Vielleicht geht der Versicherungskonzern auch einen ganz anderen Weg und bietet bald auch die Dresdner Bank zum Verkauf an Es wird derzeit also viel gewirbelt bei den Banken in unserem Land. Viel Staub und viele Gerüchte entstehen dabei natürlich auch. Letztlich wissen wird die Welt es jedoch erst, wenn die entsprechenden Verträge unterschrieben und Pressemeldungen veröffentlicht sind.

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