Wussten Sie, dass…

Samstag den 2.02.2008 - Abgelegt unter: Wirtschaft - Keine Kommentare »

Kursrutsche an allen Börsenplätzen dieser Welt, immer neue Daten zur Subprime-Krise, der Einstieg ausländischer Staatsfonds bei Grossbanken und Investmenthäusern. Das neue Jahr fängt turbulent an. Daher haben wir in diesem Beitrag einmal den Versuch unternommen, wichtige aktuelle Fakten und Zahlen zu Wirtschaft und Börse aufzulisten. Die eine oder andere Zahl wird Sie sicher überraschen, oder wussten Sie, dass…

  • die FED (Federal Reserve, amerikanische Notenbank) am 24. Januar erstmals in ihrer Geschichte bei ihrer Zinssenkung um 75 Basispunkte die Leitzinsen außerplanmäßig gesenkt hat?
  • die FED zuletzt vor 26 Jahren die Leitzinsen auf einen Schlag um 75 Basispunkte gesenkt wurden?
  • die 30 DAX-Unternehmen beim Kursrutsch vom 18. bis 23. Januar (innerhalb von 4 Handelstagen also) rund 70 Milliarden Euro an Marktwert verloren haben?
  • dabei alleine bei dem am 21. Januar verzeichneten Minus von 7,16 Prozent an seinem Tagestief bei 6.762,77 Punkten rund 66 Milliarden Euro Marktkapitalisierung der DAX-Werte pulverisiert wurden?
  • sich im Vorfeld der Subprime-Krise die Preise für Immobilien in den USA innerhalb der letzten zehn Jahre verdoppelt, in einigen Bundesstaaten sogar verdreifacht hatten, und alleine durch diese Wertentwicklung Immobilienkredite an Bauherren vergeben wurden, die sich diese überhaupt nicht leisten konnten?
  • die Universität Princeton in einer Studie ermittelt hat, dass Banken in den USA für jeden Dollar, den sie aufgrund von Wertberichtigungen ihrer Kredit-Portfolios abschreiben mussten, im Folgejahr rund 10 Dollar weniger an Kredit vergeben haben?
  • das durchschnittliche KGV (Kurs-Gewinn-Verhältnis) indischer und chinesischer Aktien um die 25 beträgt, während deutsche Aktien mit einem durchschnittlichen KGV von 14 und belgische Aktien gar nur mit einem KGV von 10 notieren?
  • amerikanische Verbraucher in den letzten Jahren durchschnittlich 10 bis 15 Prozent mehr ausgegeben, als sie eingenommen haben?
  • US-Verbraucher in den letzten Jahren am Weltmarkt jährlich für rund 800 Milliarden Dollar Waren und Dienstleistungen nachfragten?
  • die als Emerging Markets bezeichneten Schwellenländer 2006 rund 82 Prozent der Weltbevölkerung stellten, 50 Prozent des weltweiten Energiebedarfs benötigten, rund 50 Prozent der weltweiten Wertschöpfung erwirtschafteten und rund 70 Prozent der weltweiten Devisenreserven besitzen? 1995 sah das noch so aus: 78 Prozent der Weltbevölkerung, 50 Prozent des weltweiten Energieverbrauchs, 40 Prozent der weltweiten Wertschöpfung und rund 54 Prozent der weltweiten Devisenreserven (Quelle: Allianz Global Investors)
  • das Vermögen aller Staatsfonds der arabischen und asiatischen Länder auf derzeit rund 2.500 bis 3.000 Milliarden Dollar taxiert wird?
  • dieses Vermögen bis zum Jahr 2015 laut Morgan Stanley auf rund 12.000 Milliarden Dollar anwachsen soll?
  • das weltweite Bruttosozialprodukt 2006 rund 48,3 Billionen oder (48.300 Milliarden) US-Dollar betrug?

Diese Liste erhebt selbstverständlich keinen Anspruch auf Vollständigkeit, soll aber einen ersten Einblick über die Ausmaße aktueller Geschehnisse und wirtschaftlicher Entwicklungen geben. Weitere Ergänzungen durch die Leser dieses Blogs sind natürlich gerne gesehen.

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