Merkel ruft die Unternehmen unter den Rettungsschirm des Konjunkturpakets II

Samstag den 17.01.2009 - Abgelegt unter: Wirtschaft - Keine Kommentare »

Die Maßnahmen zur Ankurbelung der Konjunktur in unserem Land sind vielfältig. Gleich in mehreren Bereichen will die Bundesregierung eine Starthilfe geben, damit das Ende der Rezession bald absehbar ist. Gesichert werden sollen unter anderem die Kredite für Selbstständige – insbesondere den Mittelstand – aber auch für größere Unternehmen. Zwar erhalten die Banken derzeit immer günstigere Kredite von der Bundesbank und der Europäischen Zentralbank, durch die erst kürzlich erfolgte weitere Senkung des Leitzinssatzes. Aber die Banken sitzen auf dem billig erworbenen Geld und geben es nicht als günstige Kredite an die Unternehmen weiter. Während im Bereich der Privatkredite klare Zinssenkungen zu erwarten sind bzw. bei Banken wie etwa der niederländischen Credit Europe Bank bereits erfolgten, läuft der Hase bei den Unternehmenskrediten anders. Hier verweigern sich die Banken – und bekamen deswegen schon von allen Seiten Kritik, sei es von der politischen Elite in unserem Lande, sei es von wichtigen Wirtschaftsexperten, sei es von Seiten der Unternehmen selbst.

Und nun soll genau hier ein neuer Weg gefunden werden, mit dem Konjunkturpaket II, damit eben Unternehmen, sei es nun aus dem Mittelstand oder Unternehmen von größerer „Statur“, wieder Kredite erhalten können, wenn sie dringend Kapitalbedarf haben, denn immer mehr Unternehmer fragen sich „Wieso bekomme ich als Selbstständiger so schwer einen Kredit?“. Unsere Bundeskanzlerin ruft nun klar der Wirtschaft in unserem Lande zu: „…Ich rufe alle Unternehmer in Deutschland auf, sich unseres Maßnahmenpakets zu bedienen, es in Anspruch zu nehmen und damit ihren Beitrag zu leisten, damit wir gestärkt durch die Krise kommen. Denn wir wissen, Politik alleine wird diese Krise nicht bewältigen können, sondern wir brauchen eine gemeinsame nationale Kraftanstrengung…“ Dies sagte sie heute in ihrem Videopodcast der Woche. In diesem greift sie alle sieben Tage die wichtigsten Themen auf, verpackt sie in eine Videobotschaft und erreicht damit weitaus mehr Menschen, als eine Rede auf irgendeiner Veranstaltung es bringen würde.

Und auch das Bundeswirtschaftsministerium spricht klar über die Rolle der Regierung in diesen krisengeschüttelten Tagen. „In dieser Rezession gibt es nur einen Akteur, der sich erfolgreich antizyklisch verhalten kann, um den Menschen und Unternehmen in Deutschland zu helfen: das ist der Staat. Die Bundesregierung nimmt diese Verantwortung an und handelt kraftvoll mit einem zweiten Konjunkturpaket.“ Vielleicht ist es wirklich so, dass die Finanzkrise nun so weite Ausmaße hat, dass es nicht mehr anders geht. Nur ein rechtzeitiges Eingreifen der Regierungen in aller Welt können nun eine Gegensteuerung bewirken, und damit aus der Krise führen.

Auch wenn es auch die Steuerzahler nun Kraft kosten wird, aber wenn wir nun gemeinsam das Ding stemmen, könnte die Zukunft schon schnell wieder in rosigeren Farben gemalt werden. Denn wie unsere Kanzlerin heute auch sagte: „Denn wir wissen: Die Fähigkeiten und Fertigkeiten der Menschen in Deutschland – das ist unsere Stärke, nur deshalb sind wir Exportweltmeister, nur deshalb sind wir wirtschaftlich stark.“ Wichtig ist nur, aus der Krise auch einen Weg finden zu wollen – und nicht in ihr zu verharren, was wohl für jeden das Einfachste wäre. Doch wer jetzt den Kopf in den Sand steckt, der wird morgen am Rande stehen und zusehen müssen, wie andere in Bezug auf Arbeit, Karriere, Finanzen und damit auch den privaten Möglichkeiten an ihm vorbei ziehen werden. Hier am Rande deshalb noch ein kurzer Buchtipp für jeden, der durch die Finanzkrise in eine persönliche Krise gefallen ist und den Weg von dort wieder finden möchte: „Willkommen in der Krise“ von Laura Day, vom Ullstein Verlag. Denn eines darf nicht vergessen werden in diesen schweren Zeiten – Krisen bieten auch immer die Chancen, ein Leben nachhaltig zum Positiven zu verändern, in jeder Hinsicht!

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