Doch kein Verkauf der Postbank?

Mittwoch den 3.09.2008 - Abgelegt unter: Banken - Keine Kommentare »

Wie die „Financial Times Deutschland“ berichtet, könnte es sein, dass die Postbank in der nächsten Zeit doch nicht verkauft wird. Gestern machte noch die Runde, dass die Post wohl bis spätestens Anfang Oktober darüber entscheiden wird, ob und an wen sie ihre Banktochter verkauft. Nun scheint es jedoch ganz anders zu sein. Auch wenn es nur Gerüchte sind, die derzeit brodeln – gerade in der Finanzwelt haben diese dann am Schluss irgendwie auch wenigstens zum Teil rechtbehalten. Bereits unter dem alten Postchef, Klaus Zumwinkel, gab es so einiges Hin und Her in Bezug auf den Verkauf der Postbank.

Die Postbank ist jene Bank in Deutschland, die mit 14, 5 Millionen Privatkunden den größten Privatkundenbereich anbietet. Bereits seit mehreren Monaten macht die Runde, dass sie verkauft werden soll. Mehrere Bieter waren im Rennen, nach und nach haben sich jedoch so einige wieder verabschiedet. Zwei der Interessenten, die Commerzbank und die Dresdner Bank, wollten ein gemeinsames Gebot abgeben. Dies gelang dann jedoch nicht, weil man nicht in der Lage war, sich auf bestimmte Eckpunkte zu einigen. Beide Banken zogen sich aus dem Bieterwettbewerb um die Postbank zurück – und gehen nun doch einen gemeinsamen Weg, nachdem die Commerzbank die Dresdner Bank übernommen hat. Dass es dabei zu drastischen Einsparungen im Mitarbeiterbereich kommen wird, war zu erwarten. Aber 9.000 wegfallende Stellen muss erst einmal verkraftet werden. Da ist es nur ein Gutes, dass beide nicht noch die Postbank gekauft haben, sonst wäre der Bankenmarkt völlig zerrüttet gewesen und noch mehr Bankangestellte würden auf der Straße stehen. Eigentlich ist das seltsam. Während früher viele eine Lehre bei einer Bank machten, um einen sicheren Job zu haben, so hat sich dies längst gewandelt. Keine Stelle bietet mehr die Sicherheit, die sich früher bei den Banken in unserem Land geboten hat.

Aber auch die Deutsche Bank war fest im Bieterrennen unterwegs gewesen und wurde fast als heißester Kauf-Kandidat gehandelt. Bis auch sie sich von dem Interesse an der Postbank verabschiedete. Was mit den Interessenten aus dem Ausland ist, kann nicht gesagt werden, da es hierzu keine entsprechenden Informationen gibt. Santander, die spanische Bank, die inzwischen auch die GE Money Bank (eine der besten Banken unseres Kreditvergleichs, siehe http://www.online-kredite.com/kreditvergleich.html) übernommen hat, hatte auch Interesse, wie es hiermit nun jedoch aussieht, ist nicht bekannt.

Laut Insider-Wissen will die Post ihre Banktochter nun nicht mehr verkaufen, weil der Preis schlechter geworden ist. Zum gestrigen Börsenschluss war die Postbank 7,2 Milliarden Euro wert – „schlappe“ drei Milliarden weniger als vor einigen Monaten. Seitdem ging es bergab it dem Kurs und dem Wert. Ob es nun zu einem Verkauf in diesem Jahr noch kommen wird? Dies scheint langsam mehr als fraglich zu sein. Schließlich will die Post richtig Geld dafür bekommen und nicht gleich mal drei Milliarden Euro weniger. Es drängt sich also die Vermutung auf, dass die Post den Verkauf der Postbank auf das nächste Jahr verschiebt.

Von Seiten der Regierung gibt es übrigens den Wunsch, dass es zu einer Dreierkombination aus Commerzbank, Dresdner Bank und Postbank kommt. Zwei der Institute gehören ja nun bereits zusammen. Es wird sich zeigen, ob bei der neu formierten Bank das gemeinsame alte Interesse am Kauf der gelben Bank wieder auflebt. Die Postbank wird derweil weiter ungestört ihren Bankgeschäften nachgehen und unter anderem Kredite an Privatkunden wie auch Businesskunden zu vergeben. (siehe http://www.online-kredite.com/privatkredit.html). Man hat es eben nicht eilig bei der Post.

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