Wenn Arbeitslosigkeit krank macht

Dienstag den 26.08.2008 - Abgelegt unter: Wirtschaft - Keine Kommentare »

Arbeitslosigkeit ist immer noch ein wichtiges Thema in unserer Gesellschaft. Während zu viele Arbeitslose dem Staat sehr viele Kosten aufwerfen, andererseits aber keine Leistungen für die Sozialversicherungen und durch Steuern erbringen, entsteht eine finanzielle Einbahnstraße.

Viel wurde geredet über die Eindämmung der Arbeitslosenzahlen, manches getan, Sinnvolles oder auch völlig Sinnentleertes. Es ist ein Thema, das die Gemüter wohl immer wieder beschäftigen wird. Während es immer noch Menschen gibt, die auf Arbeitslose herabsehen, wird so langsam ein Bild in der Gesellschaft geschaffen, das zeigt, dass es in den heutigen Zeiten fast jeden Einzelnen ganz plötzlich erwischen kann.

Nun hat das Gesundheitsforschungsinstitut (IGES) eine Studie für den Arzneimittelatlas 2008 erstellt. Und stellt dabei Erschreckendes fest. Da, wo die Arbeitslosigkeit in unserem Land am Größten ist, treten auch in überdurchschnittlicher Anzahl Diabetes, Übergewicht und Herzkrankheiten auf. Dies käme jedoch nicht vom zu Hause herumsitzen, wie Bertram Häussler vom IGES betonte, sondern von dem extremen Stress, ohne Job zu sein. Und darunter leidet letztlich auch unsere Volkswirtschaft.

Da wo unser Land am ärmsten ist, steigen die Zahlen der Betroffenen von Volkskrankheiten überdurchschnittlich hoch. Dadurch entsteht der nächste Schaden für unsere Wirtschaft: Es werden mehr Medikamente verschrieben, die Krankenkassen müssen mehr bezahlen, die Sozialversicherten müssen diese höheren Kosten über steigende Lohnnebenkosten tragen. Dies macht Arbeit noch teurer, was dazu führt, das viele Unternehmen sich dann eher zwei Mal überlegen, ob sie einen neuen Mitarbeiter einstellen. Daraus ergibt sich die einfache, aber sehr schreckliche Rechnung: Die Armut in manchen Teilen in unserem Land macht das ganze Land an sich ärmer.

Dies bedeutet, dass etwas getan werden muss. Nicht nur von Seiten des Staates aus, sondern auch von Seiten jedes Einzelnen. So sind auch oder gerade in schwierigen Zeiten gute Geschäftsideen möglicherweise der Weg aus einer kurzen oder langen Zeit von Erwerbslosigkeit. Kleinkredite hierzu kann man auch über einen Kreditvergleich finden. Es ist wichtig, zu machen, zu tun, und nicht mehr zu warten, bis eine Tür aufgeht. Manche Türen muss man selbst öffnen.

Zwar sollte man sich auf keinen Fall überschulden mit einer illusorischen Geschäftsidee und einem viel zu großen Kredit, der über den eigenen Möglichkeiten liegt. Aber vielleicht hat man eine gute Idee und kann als Kleingewerbler anfangen. Die Anmeldung dazu ist ganz einfach und kostet auch nur wenige Euro. Vielleicht ist das dann auch endlich ein Start in ein neues Leben mit Arbeit und ohne staatliche Unterstützung. Arbeit kann krank machen, das stimmt auch. Aber wer ohne Arbeit ist, wird möglicherweise noch viel kränker. Genau das kann man jetzt anhand der Studie des Gesundheitsforschungsinstituts sehen. Den Weg heraus kann man jedoch manchmal nur selbst finden.

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