Rekordhoch bei der Inflation

Montag den 30.06.2008 - Abgelegt unter: Wirtschaft - Keine Kommentare »

Die Preise für Rohöl bringen inzwischen so manchen um den Schlaf. Den Verbrauchern wird Monat für Monat mehr Geld aus der Tasche gezogen und die Inflation steigt höher und höher. Es war schon schlimm genug im Mai, als 3,7 Prozent Preissteigerung gemessen und damit die Inflationsrate vom April 2008 nochmals um 0,1 Prozentpunkte übertroffen wurde.

Nun kam es noch schlimmer. Für den Monat Juni vermeldete das Statistikamt Eurostat heute den Rekordwert von 4,0 Prozent.

Dadurch haben sich die Lebenshaltungskosten innerhalb der Euro-Zone im Vergleich zum Vorjahr gewaltig erhöht, so hoch wie noch nie seit der Währungsunion.

Gemessen wird die Preissteigerung am HVPI, dem Harmonisierten Verbraucherpreisindex. Dieser enthält einen Korb von verschiedenen Waren und Dienstleistungen. Am meisten in die Höhe gerissen wurde die Inflationsrate durch die Preissteigerungen beim Öl. Längst ist bekannt, dass sich etwas ändern muss, und dass den Spekulationen auf dem Ölmarkt endlich der Riegel vorgeschoben werden muss. Wie man dies jedoch umsetzen soll, weiß keiner so recht. In der Zwischenzeit steht der Ölpreis weiter bei einem Preis über 140 US Dollar je Barrel. Weitere Preissteigerungen werden übrigens von Experten aus aller Welt erwartet.

In der Zwischenzeit zwingt der Ölpreis den DAX in die Knie. Es hängt eben immer eines mit dem anderen zusammen im Leben. Im Wirtschaftsleben ist es nicht anders. Da kann nichts von einander getrennt gesehen werden. Und wenn in China ein (wirtschaftlicher) Reissack umfällt, hat das eben auch bei uns Konsequenzen. Denn da stimmt es nicht, dass einen das nicht interessieren sollte, sondern ganz im Gegenteil.

Wenn man sich ansieht, welche Auswirkungen die Immobilienkrise in den USA immer noch auf die weltweite Wirtschaft hat, muss man sich eingestehen, dass wir nicht jeder für uns in einer wirtschaftlichen Luftblase leben können.

Nun kommt es darauf an, dass die Regierungschefs aus aller Welt sich zusammen raufen, auch entgegen der Lobby der Leute, die sehr viel gegen drastische Maßnahmen im Bereich der Eingrenzung der Ölpreise haben. Und hier müssen eben Entscheidungen getroffen werden.

Es kann nicht sein, dass Spekulanten dafür sorgen, dass so vieles teurer wird durch die immer weiter steigenden Ölpreise. Am Förderaufkommen liegt es nämlich nicht, dass Öl derzeit von einem Rekordhoch zum nächsten eilt. Es ist genug da und nachdem Saudi-Arabien sogar seine Förderquote erhöht hat und diese noch einmal erhöhen möchte, müsste der Preis eigentlich nach unten gehen. Aber stattdessen geht er weiter rauf und ein Ende ist noch lange nicht in Sicht.

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