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Aktiendepots und Wertpapiere


AKTIENDEPOT

Genauso wie Sie für die elektronische Abwicklung von Überweisungen etc. ein Girokonto benötigen, brauchen Sie für die Teilnahme an Wertpapiergeschäften ein Depot, über das sämtliche Transaktionen, egal ob Aktienkäufe oder der Erwerb von Fonds abgewickelt und Ihre erworbenen Wertpapiere verwaltet werden.
Die Einrichtung und das Betreiben eines Aktiendepots kosten in der Regel Geld. Viele Kreditinstitute bieten Ihren Kunden Wertpapierdepots zu einem reduzierten Preis. Ob sich diese Preisreduzierung für den einzelnen Anleger lohnt, sollte geprüft werden, da geringe Depotkosten auf der einen Seite durch hohe Transaktionskosten bei Wertpapierkauf oder Fondskauf kompensiert werden können. Es hängt also von dem gewünschten Anlageschwerpunkt ab, ob sich ein bestimmtes Depot rechnet oder ob doch besser auf einen anderen Anbieter ausgewichen werden sollte.

DEPOTGEBÜHREN

Depotgebühren bei einem Wertpapierdepot sind das Gegenstück zu den Kontoführungsgebühren eines Girokontos. Für die Verwaltung und Bereitstellung des Wertpapierdepots berechnen die Kreditinstitute in der Regel eine festgelegte Summe pro Monat, die Depotgebühr.

TRANSAKTIONSKOSTEN

Bei jedem Kauf oder Verkauf von Wertpapieren, egal ob Aktien, Optionsscheine oder Fonds, fallen Gebühren für den An- oder Verkauf ein, die sich nach Menge, Wert und Art der Wertpapiere, dem Börsenplatz und anderen Faktoren bemessen. Diese Transaktionskosten werden Ihrem Wertpapierdepot belastet und beim Kauf zusätzlich auf die eigentlichen Kosten der erworbenen Wertpapiere aufgeschlagen sowie beim Verkauf vom erzielten Verkaufserlös abgezogen. Hinsichtlich der Transaktionskosten bestehen extreme Unterschiede zwischen den einzelnen Anbietern, worauf wir in unserem Depotvergleich ausführlich eingehen.

WERTPAPIERE

Ein Wertpapier ist ein Dokument, welches bestimmte Rechte, wie z.B. die Miteigentümerschaft an einem Unternehmen, verbrieft. Man unterscheidet in festverzinsliche Wertpapiere und solche mit variablen Zinsen.
Zu den festverzinslichen Wertpapieren zählen z.B. Staatsanleihen, Pfandbriefe, Schuldverschreibungen und Unternehmensanleihen. Sie alle haben einen festen Zinssatz als gemeinsames Merkmal. Neben der Verzinsung werden bei Emission festverzinslicher Wertpapiere auch bereits die Rückzahlungsbedingungen vereinbart. Sie bringen somit über einen langen Zeitraum regelmäßige Einkünfte, so genannte Renten.
Zu den Wertpapieren mit variablen Zinsen zählen z.B. Aktien, Optionsscheine und alle Arten von Fonds. Bei ihnen ist kein fester Zinssatz vorgegeben, sondern wird die Wertentwicklung von der Entwicklung des herausgebenden Unternehmens, des Marktes und den Erwartungen der Marktteilnehmer beeinflusst. Mit dieser Art von Wertpapieren lassen sich höhere Gewinne erwirtschaften, als mit festverzinslichen Wertpapieren, allerdings besteht auch ein nicht unerhebliches Risiko von Kurs- und damit auch Kapitalverlusten bis hin zum Totalverlust, sollte das emittierende Unternehmen die Erwartungen des Marktes nicht erfüllen oder andere, nicht vorhersehbare, Umstände eintreten.
Bei Wertpapieren gilt eines der wichtigsten betriebswirtschaftlichen Grundprinzipien: Je höher die zu erwartende Rendite einer Anlage, desto höher auch das Risiko von Kapitalverlusten. Ein gut gemanagtes Portfolio besteht immer aus einer ausgewogenen Mischung festverzinslicher Wertpapiere, Wertpapieren mit variablen Zinsen und einer Barreserve.

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